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Jeans, Kleid oder Lieblingspulli? So findest du dein Shooting-Outfit

  • 9. Aug.
  • 5 Min. Lesezeit

Bei meinen Shootings steht ganz klar dein Hund im Mittelpunkt. Ich bin keine klassische Familienfotografin. Bei mir geht es in erster Linie um natürliche und ausdrucksstarke Bilder deines Vierbeiners.

Trotzdem gehört zu vielen Shootings natürlich auch der Mensch am anderen Ende der Leine. Wenn du möchtest, entstehen deshalb sehr gerne auch gemeinsame Bilder von dir und deinem Hund oder Familienbilder mit Hund. Schließlich gehört der Vierbeiner für die meisten von uns sowieso ganz selbstverständlich zur Familie.

Und spätestens dann stellt sich häufig die Frage:


Was ziehe ich eigentlich zum Hundefotoshooting an?


Die gute Nachricht vorweg: Du brauchst weder ein komplett neues Outfit noch musst du dich für schöne Fotos verkleiden. Ein paar Kleinigkeiten bei Farben, Mustern und Materialien können aber dafür sorgen, dass die Bilder besonders harmonisch wirken.



Das Wichtigste: Bleib du selbst


Mein vielleicht wichtigster Tipp steht direkt am Anfang: Zieh etwas an, in dem du dich wohlfühlst.

Wenn du normalerweise am liebsten Jeans, Pullover und Boots trägst, musst du für dein Hundefotoshooting nicht plötzlich im beigefarbenen Leinenkleid erscheinen, nur weil das auf Pinterest gerade besonders fotogen aussieht.

Du sollst dich auf den Bildern schließlich auch wiedererkennen.

Ein Outfit kann noch so perfekt auf die Location abgestimmt sein. Wenn du dich darin unwohl oder verkleidet fühlst, merkt man das meistens auch vor der Kamera. Viel schöner wirken Bilder, auf denen du dich frei bewegen kannst und nicht ständig darüber nachdenken musst, ob deine Kleidung gerade richtig sitzt.


Ruhige Farben funktionieren fast immer


Für meine Outdoor-Shootings eignen sich ruhige und eher gedeckte Farben besonders gut.

Schön funktionieren zum Beispiel:

  • Grün- und Olivtöne

  • Beige, Creme und Braun

  • gedeckte Blau- und Grautöne

  • Bordeaux und Rostrot

  • Senfgelb

  • warme Naturfarben

Welche Farben besonders gut passen, hängt natürlich auch von der Jahreszeit und unserer Shootinglocation ab.

Im herbstlichen Wald dürfen es zum Beispiel wunderbar warme Farben sein. Im Frühling und Sommer funktionieren hellere und frischere Töne oft sehr schön.

Das bedeutet aber keinesfalls, dass dein Outfit nur aus Beige und Braun bestehen darf. Wer mich kennt, weiß: Ein bisschen Farbe darf durchaus sein.


Große Logos und wilde Muster lieber vermeiden


Sehr auffällige Schriftzüge, große Markenlogos oder stark gemusterte Kleidungsstücke würde ich eher zuhause lassen.

Der Grund ist ganz einfach: Unser Blick wird automatisch von starken Kontrasten und Mustern angezogen.

Auf einem Foto, bei dem eigentlich die Verbindung zwischen dir und deinem Hund im Mittelpunkt stehen soll, kann ein riesiger Schriftzug auf dem Pullover schnell unnötig Aufmerksamkeit auf sich ziehen.

Kleine, dezente Muster sind dagegen meistens überhaupt kein Problem.

Auch hier gilt also: Es gibt keine strengen Regeln. Es geht vielmehr darum, dass deine Kleidung das Bild unterstützt und nicht zum eigentlichen Hauptmotiv wird.


Muss mein Outfit zur Fellfarbe meines Hundes passen?


Nein. Bitte fang jetzt nicht an, dein Outfit passend zum Fell deines Hundes zu shoppen.

Ein bisschen Kontrast kann sogar sehr schön aussehen.

Wenn du beispielsweise einen schwarzen Hund hast, würde ich nicht unbedingt ebenfalls komplett in Schwarz erscheinen. Gerade bei engem Körperkontakt können Hund und Kleidung sonst optisch ziemlich miteinander verschmelzen.

Bei einem sehr hellen Hund kann dagegen ein etwas dunkleres Oberteil einen schönen Kontrast schaffen.

Aber auch hier schaue ich lieber auf das Gesamtbild aus Hund, Mensch und Umgebung als auf irgendwelche festen Farbregeln.


Wenn mehrere Menschen mit aufs Bild kommen


Wenn Partner, Kinder oder andere Familienmitglieder bei den Familienbildern mit Hund dabei sein sollen, müssen natürlich nicht alle im Partnerlook erscheinen.

Ganz im Gegenteil.

Viel schöner sieht es meistens aus, wenn sich die Farben der Kleidung ergänzen.

Ihr könnt euch beispielsweise vorher auf zwei oder drei Farbtöne einigen, die sich in den verschiedenen Outfits wiederfinden. So entsteht ein harmonisches Gesamtbild, ohne dass alle gleich angezogen sind.

Beispielsweise könnten Jeans, Creme, Grün und Brauntöne miteinander kombiniert werden.

Was ich eher vermeiden würde: Eine Person trägt knalliges Rot, die nächste Neonblau und Person Nummer drei ein schwarz-weißes Streifenshirt. Das kann auf einem Foto ziemlich unruhig werden.


Denkt auch an eure Schuhe


Ein Punkt, der bei der Outfitplanung gerne vergessen wird: die Schuhe.

Meine Hundefotoshootings finden draußen statt. Und draußen bedeutet eben manchmal Wiese, Waldboden, Feldwege, Laub oder auch ein bisschen Matsch.

Deine Schuhe sollten deshalb nicht nur zum Outfit passen, sondern vor allem praktisch sein.

Wir laufen während des Shootings normalerweise auch ein Stück und wechseln zwischen verschiedenen Plätzen. Außerdem entstehen manche Bilder im Sitzen oder Knien.

Die neuen weißen Sneaker, bei denen jeder Grashalm Panik auslöst, sind deshalb vielleicht nicht unbedingt die beste Wahl. 😉

Boots, Stiefeletten oder schlichte Sneaker funktionieren je nach Jahreszeit meistens wunderbar.



Bewegung gehört zum Shooting dazu


Meine Shootings bestehen nicht daraus, dass du dich neben deinen Hund stellst, freundlich in die Kamera lächelst und möglichst stillhältst.

Gerade bei gemeinsamen Bildern entstehen die schönsten Momente häufig in Bewegung.

Ihr geht zusammen ein Stück, kuschelt, sitzt nebeneinander auf dem Boden oder dein Hund bekommt vielleicht gerade die Gelegenheit, dir einmal quer durchs Gesicht zu schlecken.

Deshalb sollte deine Kleidung auch etwas mitmachen können.

Ein extrem enger Rock oder ein Outfit, in dem du dich kaum hinknien kannst, schränkt uns eher ein.

Und falls dein Hund zu den Kandidaten gehört, die gerne mit schlammigen Pfoten ihre Liebe zeigen: Auch das darfst du bei der Kleiderwahl ruhig im Hinterkopf behalten.


Das Outfit darf zur Jahreszeit passen


Die Natur verändert sich im Laufe des Jahres und genau das dürfen wir auch für eure Bilder nutzen.

Im Herbst liebe ich zum Beispiel Strickpullover, Westen, Jacken oder schöne Schals. Verschiedene Materialien geben den Bildern zusätzlich Struktur und passen wunderbar zu den warmen Farben der Natur.

Im Sommer dürfen Stoffe leichter und luftiger sein. Kleider oder Röcke können in hohen Wiesen toll aussehen, solange du dich darin gut bewegen kannst.

Und im Winter? Da gilt vor allem: Bitte zieh dich warm an.

Ein frierender Mensch sieht auf Fotos selten entspannt aus.



Im Zweifel: Bring einfach eine Alternative mit


Du stehst vor zwei Oberteilen und kannst dich nicht entscheiden?

Dann bring einfach beide mit.

Gerade bei einem Hundefotoshooting ist ein zusätzliches Shirt oder ein Pullover schnell ins Auto gelegt. Vor Ort kann ich dir dann direkt sagen, welche Variante meiner Meinung nach besser zu deinem Hund, der Location und dem aktuellen Licht passt.

Du kannst mir natürlich auch schon vorher Fotos deiner Outfitideen schicken.


Und am Ende zählt sowieso etwas anderes


Natürlich kann ein gut gewähltes Outfit dazu beitragen, dass eure Bilder besonders harmonisch wirken.

Aber keine Sorge: Du musst vor deinem Hundefotoshooting keine Farbtheorie studieren.

Die Kleidung ist am Ende nur ein kleiner Teil des Bildes.

Viel wichtiger ist das, was zwischen dir und deinem Hund passiert. Ein Blick, eine Berührung, ein bisschen Quatsch miteinander oder genau dieser eine typische Ausdruck, den du von deinem Hund seit Jahren kennst.

Genau diese Momente sollen später auf euren Bildern bleiben.

Und ob du dabei Jeans und Lieblingspulli oder ein schönes Kleid trägst, ist am Ende deutlich weniger wichtig als die Tatsache, dass du dich wohlfühlst und einfach du selbst bist.



 
 
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